
Kurz gesagt: Wer sich in der Partnerschaft dominiert fühlt, hat seine eigene Position meist schleichend aufgegeben: Er sagt nicht Nein, verbiegt sich aus Angst vor Konflikten und überlässt seiner Frau alle Entscheidungen. Dann muss sie führen, ob sie will oder nicht. Der Weg zurück ist nicht Dominanz, sondern dass du wieder sagst, was du willst, Verantwortung übernimmst und auf eine einschließende erwachsene männliche Art führst.
Viele Männer erkennen sich in diesen Situationen wieder:
• Du bringst um 23 Uhr noch den Müll runter, obwohl du eigentlich nicht willst, weil sie es sagt.
• Du sagst „Ja, komm rein“, wenn sie klopft, obwohl du ungestört arbeiten willst.
• Deine Frau redet vor Freunden schlecht über dich, und du lässt es geschehen.
• Deine Vorschläge werden sofort abgewiegelt. Sie nimmt den anderen Weg beim Spaziergang.
• Du hast Lust auf sie, sie sagt Nein, und du sagst „Ist schon okay“, obwohl es für dich nicht okay ist.
Das Gefühl dahinter: Du kommst zu kurz, dein Leben kommt zu kurz, und deine Frau scheint alles zu bestimmen.
Jeder Mann startet als kleiner Junge in der Welt der Frauen. Als Baby ist die Mutter deine Versorgung, deine Liebe, dein Überleben.
Erwachsen werden heißt, sich davon zu lösen. Vielen Männern gelingt diese Ablösung nicht ganz. Sie ziehen die „Nabelschnur“ aus der Mutter heraus und hängen sie direkt an ihre Frau.
Dann fühlt sich ihre Kritik, ihre Ablehnung oder ihre schlechte Laune existenziell an.
Um diese Gefühle zu vermeiden, verbiegst du dich, sagst nicht Nein und gehst jedem Konflikt aus dem Weg. Diese Angst ist kindlich. Sie ist nicht real: Wenn deine Frau unzufrieden ist, passiert dir als erwachsenem Mann nichts Schlimmes.
Dazu kommt, dass viele von uns keine guten Vorbilder hatten.
In Filmen werden Familienväter meist als nette Trottel gezeigt, die ihrer Frau hinterherdackeln. Und viele Männer haben gelernt: Wer seine Meinung sagt, ist dominant oder sogar toxisch. Also lassen sie lieber die Frau entscheiden.
Vielleicht denkst du, deine Frau will das so. Meist ist das Gegenteil der Fall. Wenn du keine Position beziehst, muss sie alles entscheiden und organisieren. Sie wird hart, kontrollierend, nörgelig. Sie sagt vielleicht: „Du bist wie ein weiteres Kind für mich.“
Diese Dynamik zwischen „Mutti“ und „kleinem Jungen“ ist nicht sexuell. Sie zerstört die Anziehung zwischen euch. Was deine Frau sich in Wahrheit wünscht, ist ein Mann, bei dem sie loslassen und sich anlehnen kann.
Führung heißt nicht, der Bestimmer zu sein. Es heißt, Verantwortung zu übernehmen, Initiative zu zeigen und dabei deine Frau einzubeziehen.
Konkret:
1. Sag, was du willst. Wenn sie fragt „Reis oder Nudeln?“, sag: „Ich hätte lieber Reis. Und du?“ Erst sagen, was bei dir ist, dann nach ihr fragen. Das ist die einfachste Form von dem, was ich "Königskommunikation" nenne.
2. Mach Vorschläge, statt zu fragen. Statt „Was machen wir am Wochenende?“ überleg dir drei Ideen und stell sie vor: „Ich hätte Lust auf eins davon. Passt dir etwas, oder hast du eine ganz andere Idee?“ Du musst deine Idee nicht durchsetzen. Wichtig ist, dass du vorgehst.
3. Sag Nein, wenn du Nein meinst. Wenn sie dich bittet, den Müll rauszubringen, und es gerade passt, mach es. Wenn nicht, sag freundlich: „Jetzt nicht, ich mache das später.“ Nicht aus Trotz, sondern weil du zu dir stehst.
4. Verteidige deine Würde. Wenn sie respektlos wird, setz eine Grenze: „Ich höre, dass dir etwas wichtig ist. Aber so möchte ich nicht mit dir reden.“
5. Bleib empathisch. Ein guter König führt mit Herz. Er hört zu, versteht, was seine Frau braucht, und entscheidet dann so, dass es dem Ganzen dient.
Am Anfang wird deine Frau vielleicht irritiert oder frustriert reagieren, wenn du etwas tust, das sie nicht erwartet hat. Viele Männer erleben aber, dass sie kurz darauf weicher und offener wird. Sie hat wieder einen Mann an ihrer Seite.
So kann sie dich auch wieder begehren und wieder Lust auf dich haben.
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Christoph Marks ist Männer-Coach, Buch-Autor, Mediator und Konflikttrainer. In über 15 Jahren praktischer Beratungserfahrung hat er mehr als 1.000 Männer dabei begleitet, Konflikte mit ihrer Partnerin zu lösen und wieder eine glückliche Beziehung zu führen.
Ständige wiederkehrende emotionale Konflikte, Vorwürfe, permanenter Stress mit deiner Frau
Eingeschlafenes Sex-Leben, wenig Spannung, wenig Nähe, kaum noch schöne Intimität
Mangel-Gefühl, deine Frau dominiert die Beziehung, deine Bedürfnisse sind nicht erfüllt
Du bist nur noch am "funktionieren" und du fragst dich, ob das alles sein soll

So viele Männer sind nicht zufrieden mit ihrem Beziehungs-Leben.
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Seit 2010 helfe ich Menschen dabei Konflikte zu lösen.
Als Mediator, als Konflikttrainer, als Buchautor und als Therapeut und Berater.
Dann kam es zur Trennung von meiner ersten Frau. Keiner hatte mir vorher gesagt, was für Tiefen einen Mann erwarten, wenn eine Beziehung mit zwei Kindern auseinander bricht.
Die Erkenntnis:
Es braucht mehr als nur Konflikt-Know-How, um eine Beziehung (wieder) zum Blühen zu bringen.
Genau dieses Wissen gebe ich jetzt an viele dankbare Männer weiter.

Christoph Marks
Männer-Coach, Mediator und Konflikttrainer
© Christoph Marks Coaching